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Turnierbericht Lilienthal

Wie versprochen, hier ein Bericht zum gelaufenen Turnier.

Ein paar Worte, unter welchen Voraussetzungen wir zum Turnier gefahren sind: Von unserem Verein sind eine Gruppe und zwei Einzelvoltigierer nach Lilienthal gefahren.

Die Gruppe sollte die Prüfung Galopp-Schritt starten, auf unserer erfahrenen Stute. Da sie sich auf Turniere der Leistungsklasse A vorbereiten, sollte das sozusagen der letzte Test sein, Erfahrung mit der Pflicht im Galopp und mit Turnieren im Allgemeinen sammeln, damit das nächste Turnier komplett im Galopp laufen kann.

Die beiden Einzelvoltigierer (ich bin einer davon) haben genügend Turniererfahrung, hier ging es einzig und allein um das Pferd. Es sollte das erste Turnier unseres neuen Braunen sein, und daher hatte keiner vorher eine Ahnung, wie er reagieren würde. Dies galt es herauszufinden, und ihm zu zeigen, dass das alles nicht schlimm ist. Er kennt zwar Turniere schon vom Reiten, aber Voltigierturniere sind immer noch etwas anderes...

Als erstes war aber die Gruppe dran. Zehn mehr oder weniger aufgeregte Kinder zwischen acht und achtzehn (Teilweise schon mit höheren Gruppen auf Turnieren gewesen, teilweise noch nie im Galopp auf einem Turnier geturnt), zwei eher mehr aufgeregte Trainer, ein eigentlich nicht aufgeregtes Pferd, mehrere Helfer, alle turniererfahren, und viele Eltern, die sich glücklicherweise alle zurückgehalten haben. Aber Chaos war auch so genug vorhanden Morgens noch schnell die Haare fertiggemacht, ging es nach dem Aufladen der Pferde mit insgesamt zehn Autos in Richtung Turnier, wo dann aber auch noch mehr als genug Zeit war, alle Formalitäten zu klären, Kinder und Eltern zu beruhigen und einzuweisen, das Pferd abzuladen und fertigzumachen, alle aufzuwärmen und nebenbei noch Nervosität abzubauen und allen in unterschiedlicher Reihenfolge und Konstellation gut zuzureden. Was den eben alles so gemacht werden muss, insbesondere, wenn kleine und/oder turnierunerfahrene Voltigierer dabei sind. Und wir hatten beides.

Nachdem Pferd und Kinder warm waren, und noch einige Dinge turnen konnten, sollte es dann auch endlich losgehen. Alles war bereit, die ersten Helfer mit den Nerven weitgehend fertig, die Gruppe stellte sich auf. Die Einlaufmusik startete (deutlich zu spät) und die Gruppe lief in den Turnierzirkel. Die Pflicht im Galopp lief ziemlich gut, auch wenn die Hälfte der Kinder mit dem Einlaufen spontan das zählen vergessen zu haben schien, aber dies sei ihnen in ihrer Aufregung gegönnt. Die Kür im Schritt war dafür sehr schön, und auch beim Ergebnis kann man stolz sein: Ein zweiter Platz in ihrer Prüfung ist aller Ehren wert!

Die Siegerehrung konnte ich mir nicht anschauen, da wir zu dem Zeitpunkt das zweite Pferd fertigmachen mussten, da es bis zum Einzelstart nicht mehr lange hin sein sollte: Wir waren gleich die ersten, die in der Prüfung starten sollten. Aber die Vorbereitung des Pferdes ging sehr entspannt vonstatten, das Pferd war so ruhig, wie wir es von ihm aus dem Training gewohnt waren. Alle dachten sich: Hoffentlich bleibt das so! Und es blieb so. Unsere Longenführerin kümmerte sich mit zwei Helfern um das Pferd, während wir uns selbst warmmachten, danach noch einige Übungen auf dem Pferd, während wir auf den Start der Prüfung warteten: Er lief wie ein Uhrwerk, besser, als wir es uns je erhofft hatten. Noch waren alle skeptisch, den nun kam etwas, was Pferde und Voltigierer verrückt machen kann: Das Warten auf den Start. Die Prüfung verzögerte sich wegen technischer Probleme, und uns blieb nichts anderes übrig, als das Pferd zu führen und ruhig zu bleiben.

Nach endlosen Minuten war es endlich so weit, wir durften einlaufen. Da es beim Einzel keine Einlaufmusik gibt, sollte dies in aller Stille ablaufen, da darum gebeten wurde, nicht zu applaudieren... alles für das Pferd. Dies klappte auch fast, es gab ein wenig Applaus, der aber schnell wieder verstummte. Aber unser Pferd blieb völlig ungerührt. Er lief, als hätte er nie etwas anderes gemacht, was uns als Voltigierern sehr entgegenkam, so das wir unser Programm problemlos durchturnen konnten. Einige kleine Patzer hatten sich zwar hier und da eingeschlichen, aber insgesamt, und besonders im Hinblick auf unser Pferd, war dieses Turnier besser, als wir es uns je hätten wünschen können. Insgesamt habe ich den zweiten Platz der S-Einzelvoltigierer erringen können, meine Mitstarterin konnte sich den dritten Platz in der Leistungsklasse M sichern. Und beides mit sehr guten Wertnoten, worüber wir alle sehr froh sind.

Insgesamt war dies ein sehr schönes Turnier, welches alle unserer Erwartungen übertroffen hat. Beide Starts, Gruppe und Einzel, sind gut gelaufen und machen Hoffnung für die weiteren Turniere.

Das nächste Turnier wird übrigens in drei Wochen sein, hier wird voraussichtlich die A-Gruppe ihren ersten wirklichen A-Start haben, also komplett im Galopp, und es werden insgesamt fünf unserer Einzelvoltigierer an den Start gehen, drei (darunter ich) auf unserem neuen Braunen, zwei auf unserer Stute, die auch die A-Gruppe tragen wird. Ich werde sicher wieder berichten, und in der Zwischenzeit meine Serie von Erklärungen über das Voltigieren fortführen.

Gruß, MuMantai

26.5.09 14:04
 


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